Macht

steht für Einfluss und Kontrolle über andere Menschen, oft mit dem Ziel, egozentrische Interessen zu verfolgen. Sie korrumpiert den Menschen und führt zu Ausbeutung und Unterdrückung. Der Missbrauch staatlicher Macht ist nicht nur in Diktaturen verbreitet, sondern auch sogenannte Demokratien agieren zunehmend repressiv gegenüber ihren Bürgern. Das Machtmonopol eines Staates bleibt so lange gefährlich und unberechenbar, wie es in den Händen einzelner Akteure liegt – die nicht selten geisteskrank sind. Eine Veränderung oder gar Abschaffung solcher Machtmonopole wird erst möglich sein, wenn der Einzelne wieder mehr Eigenverantwortung übernimmt und sich seiner fremdbestimmten Konditionierung bewusst wird. Die Meditation kann dabei ein geeignetes Mittel sein, um das krankhafte Machtstreben des Egos zu überwinden.

Hatschepsut war eine der bedeutendsten Herrscherinnen Ägyptens und regierte von etwa 1479 bis 1458 v. Chr. während der 18. Dynastie. Als Tochter von Thutmosis I. und Ehefrau ihres Halbbruders Thutmosis II. wurde sie nach dessen Tod zunächst Regentin für ihren Stiefsohn Thutmosis III. Kurz darauf ließ sie sich selbst zur Pharaonin krönen – ein ungewöhnlicher Schritt, den sie durch männliche Darstellungen und Herrschaftssymbole legitimierte. Ihre rund 21-jährige Regierungszeit war geprägt von Frieden, wirtschaftlichem Aufschwung und großen Bauprojekten, darunter ihr berühmter Terrassentempel in Deir el-Bahari. Sie förderte den Handel, insbesondere mit dem Land Punt, und stärkte die Macht Ägyptens. Nach ihrem Tod ließ Thutmosis III. viele ihrer Darstellungen und Inschriften entfernen. Heute wird Hatschepsut als eine der erfolgreichsten Pharaonen und als Symbol weiblicher Führungsstärke in der Geschichte gewürdigt.

George Orwell (1903–1950),

geboren als Eric Arthur Blair, war ein britischer Schriftsteller, Essayist und Journalist. Bekannt wurde er durch seine sozialkritischen Werke Animal Farm (1945) und 1984 (1949), in denen er Totalitarismus, Propaganda und Machtmissbrauch scharf kritisierte. Orwell kämpfte im Spanischen Bürgerkrieg gegen den Faschismus, was sein politisches Denken prägte. Sein klarer, prägnanter Stil machte ihn zu einem Meister politischer Literatur. Themen wie Überwachung, Manipulation und Freiheitsverlust prägen sein Werk bis heute. Orwell starb mit 46 Jahren an Tuberkulose, hinterließ jedoch ein bleibendes Vermächtnis als Verteidiger von Wahrheit und individueller Freiheit.

Wer die Ohnmacht kennt, versteht die Macht.