▸ Alfred Nobel (1833–1896) war ein schwedischer Chemiker und Erfinder (355 Patente), der weltweit als Stifter des Nobelpreises bekannt wurde. Sein Vermögen basierte maßgeblich auf der Produktion von Sprengstoffen, die in 90 Dynamitfabriken weltweit hergestellt wurden. Auch eine Waffenfabrik gehörte zu seinen Unternehmen, weshalb er von Kritikern als „Verkäufer des Todes“ bezeichnet wurde. Sein Vater hatte ebenfalls als Rüstungsunternehmer ein Vermögen gemacht – seine Seeminen kamen während des Krimkriegs auf russischer Seite zum Einsatz. Nobel lebte in dem Glauben, dass eine friedlichere Welt nur durch Waffen zur Abschreckung möglich sei. Die Stiftung der Nobelpreise wird oft als ein letzter Versuch angesehen, sein schlechtes Gewissen zu beruhigen. Alfred Nobel starb im Alter von 63 Jahren an einer Hirnblutung.
▸ J. Robert Oppenheimer (1904-1967) war ein amerikanischer Wissenschaftler, geboren in New York. Er studierte Physik an der Harvard University und promovierte anschließend an der Universität Göttingen in Deutschland. Als wissenschaftlicher Leiter des geheimen Manhattan-Projekts spielte er eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung der ersten Kernwaffe, die 1945 im Rahmen des Trinity-Tests in der Wüste von New Mexico gezündet wurde. Nach der Explosion zitierte Oppenheimer einen Vers aus der hinduistischen Schrift Bhagavad Gita: „Jetzt bin ich der Tod geworden, der Zerstörer der Welten“ – ein Ausdruck seiner inneren Zerrissenheit und seines Bewusstseins für die zerstörerische Macht der Waffe, die er miterschaffen hatte.
▸ Carl Friedrich v. Weizsäcker (1912–2007), der Bruder des früheren Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker, war ein deutscher Physiker und Philosoph. Als einer der führenden Wissenschaftler war er während des Zweiten Weltkriegs an der Entwicklung einer deutschen Atombombe beteiligt. Nach dem Krieg wandte er sich zunehmend ethischen Fragestellungen zu und wurde zu einem prominenten Fürsprecher für militärische Abrüstung und Friedensforschung. 1968 hatte Weizsäcker seinen ersten Kontakt mit dem indischen Mystiker Gopi Krishna, der ihn mit der östlichen Spiritualität vertraut machte. In der Folge gründete er die Forschungsgesellschaft für westliche Wissenschaft und östliche Weisheit. 1969 reiste er nach Tiruvannamalai in Südindien, wo er im Ashram von Sri Ramana Maharishi eine spirituelle Erleuchtung erlebte.
▸ Gopi Krishna (1903-1984) war ein bedeutender indischer Guru und Mystiker; geboren in der Nähe von Srinagar in Kashmir. Sein Leben war geprägt von tiefgreifenden spirituellen Erfahrungen, insbesondere dem sogenannten Kundalini-Erwachen, das er in seinem berühmten Buch: Kundalini - Erweckung der geistigen Kraft im Menschen sehr genau beschreibt. Gopi Krishnas Werk bietet wertvolle Einblicke in die Zusammenhänge von Körper, Geist und Seele und er zeigt, wie durch Meditation und Selbstreflexion dauerhaft innerer Frieden gefunden werden kann. Sein Leben war geprägt von einem tiefen Mitgefühl und dem Wunsch, die Welt zu einem besseren Ort zu machen.
▸ Finde das Schöne in deinem Herzen, auf dass du es in jedem Herzen entdeckst.
Rumi