Heilung

Bruno Gröning (1906–1959) war ein deutscher Geistheiler, der in Danzig geboren wurde und in den 1940er und 1950er Jahren durch erstaunliche Heilungserfolge große Popularität erlangte. Viele Tausend Menschen reisten zu seinen öffentlichen Veranstaltungen, um Heilungen direkt zu erleben. Gröning sagte, dass durch ihn eine göttliche Energie fließe („Heilstrom“), die er an die Kranken weiterleiten könne. Bezüglich der Ursachen dieser Energie sagte er: „Es gibt vieles, das nicht erklärt werden kann, aber nichts, das nicht geschehen kann.“ Er war auch der festen Überzeugung, dass jeder Mensch durch die richtige Körper- und Geisteshaltung die göttliche Kraft in sich aufnehmen könne. 1979 wurde der „Bruno Gröning-Freundeskreis“ gegründet, um das Wissen über Bruno Gröning weltweit weiterzugeben (www.bruno-groening.org/de).

Hildegard von Bingen (1098–1179) wurde in Bermersheim bei Alzey geboren und im Alter von acht Jahren in ein Kloster gegeben, wo sie eine umfassende Ausbildung erhielt. Seit ihrer Kindheit hatte Hildegard Visionen von Gott und seiner Schöpfung. Mit 15 Jahren legte sie die heiligen Gelübde ab und wurde Benediktinerin. Im späteren Verlauf wurde sie Äbtissin des Klosters Rupertsberg bei Bingen. Sie war eine der wenigen Frauen, die im Mittelalter über Reformen predigen durften. Als Universalgelehrtin beschäftigte sie sich mit Theologie, Philosophie, Dichtung und Musik; ein großes Interesse zeigte sie auch an naturkundlichen und medizinischen Themen.